Anders lernen an der AZUBI-Akademie
Eines der Ziele des JOBSTARTER-Projekts „Dual ++“ im Landkreis Fürstenfeldbruck ist die Entwicklung von spezialisierenden Zusatzqualifikationen und Weiterbildungsangeboten während der Ausbildung. Passend dazu gründete „Dual ++“ zusammen mit 15 Unternehmen im September 2009 eine ungewöhnliche Bildungsinstitution: die Azubi-Akademie.
Das Prinzip Azubi-Akademie basiert auf gegenseitigem Nutzen: Ein Betrieb bietet allen Auszubildenden seiner Partnerunternehmen im Azubi-Akademie-Netzwerk jährlich kostenfrei ein Seminar von zum Beispiel zweimal vier bis acht Unterrichtsstunden an, das bestimmte praxisnahe Zusatzqualifikationen vermittelt. Im Gegenzug können seine eigenen teilnehmenden Auszubildenden kostenfrei eine Vielzahl von praxisorientierten Qualifikationen anderer Unternehmen besuchen. Mit diesem Konzept griff die Bildungsagentur Fürstenfeld eine Idee aus Landsberg am Lech auf und entwickelte sie weiter.
Mit der Azubi-Akademie werden eine Reihe positiver Effekte erzielt:
- Die Azubis lernen andere Firmenkulturen besser kennen.
- Sie profitieren von der anderen Art des Lernens und können ihr Wissen haltbarer machen.
- Sie empfinden die Teilnahme, wenn ihnen das Thema zusagt, als „Belohnung“.
- Sie sind im Betrieb motivierter und erzielen bessere Prüfungsergebnisse.
- Die entsendenden Betriebe kommen mit anderen Unternehmen in ihrer Region in besseren Kontakt, der sich auch geschäftlich auswirkt.
- Den Azubis und Unternehmen erschließen sich neue Perspektiven durch Kooperationen mit anderen Ausbildungsbetrieben.
- Azubis werden zu „Botschaftern und Botschafterinnen des Know-hows“ und sensibilisieren ihre Firmen für neue Geschäftsfelder.
In den teilnehmenden Unternehmen steht bei den Zusatzqualifikationen zunächst der Soft-Skill-Bereich
im Mittelpunkt. Bei den Auszubildenden kam etwa der Lern-Baustein „Persönlichkeitsentwicklung“ sehr
gut an. So wurde von Teilnehmenden anschließend gelobt, „dass man die Leute besser einschätzen kann“,
„dass man sich besser auf Kundengespräche einstellen kann“ sowie „dass ich mehr über mich selber weiß und das auf meine Arbeit übertragen kann“.
